Neue SSL-Zertifikate für Fetchmail

Von The Chef | Abgelegt unter Linux, Server

Da Freenet in den letzten Wochen seine SSL-Zertifikat erneuert hat, kamen bei mir keine E-Mails mehr an. Fetchmail habe ich so konfiguriert, das es zum abholen eine SSL-Verbindung nutzt. Nun kann man relativ einfach das Zertifikat auf dem lokalen Mailserver erneuern.
Zunächst muß man sich das neue Zertifikat holen:

openssl s_client -connect pop3.freenet.de:995 -showcerts >/etc/ssl/certs/freenet.de.pem

Als nächstes die geholten Daten versäubern. Dazu alle Zeilen vor BEGIN CERTIFICATE und nach END CERTIFICATE löschen.
Danach einen rehash laufen lassen:

c_rehash /etc/ssl/certs/

Wenn der Fingerprint für das SSL-zertifikat in der fetchmailrc eingetragen ist, muß auch dieser erneuert werden.

fetchmail -v mx.freenet.de
fetchmail: 6.3.8 fragt mx.freenet.de ab (protocol auto) um Do 20 Sep 2007 17:28:30 CEST: Abfrage gestartet
fetchmail: 6.3.8 fragt mx.freenet.de ab (protocol IMAP) um Do 20 Sep 2007 17:28:30 CEST: Abfrage gestartet
Versuche, mit 195.4.92.14/143 zu verbinden...verbunden.
fetchmail: Herausgeber-Organisation: The USERTRUST Network
fetchmail: Herrausgeber-CommonName: UTN-USERFirst-Hardware
fetchmail: Server CommonName: mx.freenet.de
fetchmail: mx.freenet.de-Schlüssel-Fingerabdruck: E2:49:76:A4:65:BD:A7:81:97:74:26:28:8F:CE:F5:0D

Den Fingerprint in der fetchmailrc ändern und ab sofort wird das neue Zertifikat benutzt und die Mails kommen wieder an.

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DVB-S Receiver AB IPBox 250S

Von The Chef | Abgelegt unter Allgemein

Um mein Mediacenter ein bisschen aufzuwerten, habe ich mir jetzt einen DVB-S Receiver AB IPBox 250S bei Pollin bestellt. Auf dem Receiver läuft ein Linux Betriebssystem, was das ganze sehr interessant macht. Auch bei den Schnittstellen gibts genügend Möglichkeiten (Optisch AC3, Lan 10/100, Scart, RS232). Wenn ich es schaffe, darauf zusätzliche Software zu installieren, könnte das Teil mein bisheriges, optisch nicht gerade schmuckes, Mediacenter ablösen.
Mehr dazu gibts, wenn ich das Gerät hier habe.

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WLan mit DLink DWL-G650 unter Debian Etch Linux einrichten

Von The Chef | Abgelegt unter Linux

Dieser Tage habe ich versucht, auf meinem Laptop ohne eingebautes WLan eine PCMCIA-Karte für’s WLan zum laufen zu bekommen.
Ich hatte noch eine billige Karte liegen, also habe ich es zuerst mit dieser versucht. Doch leider ohne Erfolg, der darin verbaute Chipsatz wird von Linux nicht unterstützt. Auch ein Versuch mit ndiswrapper, der ja die originalen Windows-Treiber verwendet, schlug fehl.
Ich habe mich dann im Internet schlau gemacht, mit welchen Karten man unter Linux am ehesten ein funktionierendes WLan aufgesetzt bekommt. Dabei kam herraus, das die Karte eigentlich egal ist, solange der Chipsatz unterstützt wird. Meine Wahl fiel deshalb auf die DLink DWL-G650. In ihr ist ein prism-Chip verbaut für den es Linux-Unterstützung gibt.
Unter Debian Etch muß man zur Inbetriebnahme einige zusätzliche Pakete installieren. Da die WLan Treiber proprietäre Teile verwenden, werden die Pakete nur im non-free Zweig angeboten, die bei einer Standardinstallation aber aptitude noch nicht bekannt sind. Deswegen muss zuerst die datei /etc/apt/sources.list angepasst werden. Dazu müssen alle Adressen mit Debian-Server, bei denen nur main vorkommt durch main contrib non-free ersetzt werden.
Mit aptitude update aktualisiert man die Paketlisten.
Jetzt kann es mit dem installieren der Pakete losgehen. Mit aptitude install module-assistant buil-essential madwifi-source werden die benötigten Pakete installiert. Anschließend kan der passende treiber kompiliert werden. Auch hierfür macht sich aptitude am besten, da die kompilierten Pakete dadurch auch wieder deinstallierbar sind. Allerdings nutzt man dafür nicht aptitude direkt, sondern das Programm module-assistant. Mittels module-assistant prepare macht sich das programm über den verwendeten kernel schlau und installiert die eventuell fehlenden Kernel-Header nach. Danach kann mit module-assistant auto-install madwifi-source der Treiber gebaut und installiert werden.
So, fast geschafft. Jetzt muss nur noch in /etc/network/interfaces ein paar Oprionen gesetzt werden.

#Hotplug
allow-hotplug ath0 

iface ath0 inet dhcp
   wpa-driver madwifi
   wpa-ssid "NamedesWLans"
   wpa-key-mgmt WPA-PSK
   wpa-passphrase "SupergeheimesPasswort"

Jetzt kann mit ifup ath0 die Netzwerkkarte gestartet und mit dem WLan verbunden werden. Bei mir kam es dabei zu einem Fehler, dass das Interface schon aktiv sei. Nachdem ich mit ifdown ath0 das angeblich aktive Interface deaktiviert hatte, konnte ich es problemlos mit ifup ath0 starten und war danach endlich drahtlos online.
Nach einem Neustart des systems wird übrigens die Karte automatisch aktiviert, so das man ab sofort keine Befehle mehr eintippen braucht.

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Ein IMAP-Server sorgt für die Postverwaltung

Von The Chef | Abgelegt unter Linux, Server

So, nachdem ich über meinen Server EMails versenden kann, hab ich ihm jetzt auch noch das abholen und verwalten derselben beigebracht.
Durch ein einfaches

apt-get install dovecot-imapd

wird Dovecot installiert. Das war’s auch schon, denn in der Grundkonfiguration hat jeder User, der einen Account auf dem Server hat, auch einen Mail-Account. Dadurch wird für jeden User in seinem Home-Verzeichnis ein Maildir erstellt, wo die Mails landen.
Um jetzt die Mails von den verschiedenen Providern abzuholen, benutzt man am besten Fetchmail. Selbiges wird durch

apt-get install fetchmail

installiert. Jetzt ist etwas mehr Konfiguration angesagt. Aber keine Angst, so schlimm wird’s nicht.
Als erstes braucht jeder User, der Mails abholen soll eine Datei .procmailrc in seinem Heimatverzeichnis. Für den Anfang reicht folgender Inhalt:

MAILDIR=$HOME
LOGFILE=$HOME/log/procmail.log
VERBOSE=on
:0
Maildir/

Damit landen alle Mails für den User in seinem Maildir. Als nächstes brauch Fetchmail noch die Information, wo es Mails abholen soll. Das ist in der Datei /etc/fetchmailrc festgelegt. Der Aufbau ist folgender

set no bouncemail
poll pop3.web.de protocol POP3 user "user@web.de" password "geheim" is "user" fetchall

Folgendes zum Inhalt:

  • pop3.web.de ist der Mailhost des Providers (in diesem Fall Web.de)
  • “user@web.de” ist die Benutzerkennung beim Provider
  • “geheim” bitte durch das richtige Passwort ersetzen
  • “user” ist die Benutzerkennung auf meinem Server

Die Anführungsstriche bitte mit eingeben. Nun können wir schon das erste mal Mail abholen. Das geht so:

/usr/sbin/fetchmail -f /etc/fetchmailrc -v

Das “-v” am Ende sorgt dafür, das man aich was zu sehen bekommt.
Um das ganze zu automatisieren, kann man den User fetchmail per Cron-Auftrag mit der regelmäßigen Abholung beauftragen. Dazu in die Crontab von User fetchmail folgende Zeile eintragen:

*/16 * * * * /usr/sbin/fetchmail -s -f /etc/fetchmailrc

Nach einem Restart von cron wird jetzt alle 16 Minuten nachgeschaut, ob es neue Mail zu holen gibt.

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