WLan mit DLink DWL-G650 unter Debian Etch Linux einrichten
15. April 2007Dieser Tage habe ich versucht, auf meinem Laptop ohne eingebautes WLan eine PCMCIA-Karte für’s WLan zum laufen zu bekommen.
Ich hatte noch eine billige Karte liegen, also habe ich es zuerst mit dieser versucht. Doch leider ohne Erfolg, der darin verbaute Chipsatz wird von Linux nicht unterstützt. Auch ein Versuch mit ndiswrapper, der ja die originalen Windows-Treiber verwendet, schlug fehl.
Ich habe mich dann im Internet schlau gemacht, mit welchen Karten man unter Linux am ehesten ein funktionierendes WLan aufgesetzt bekommt. Dabei kam herraus, das die Karte eigentlich egal ist, solange der Chipsatz unterstützt wird. Meine Wahl fiel deshalb auf die DLink DWL-G650. In ihr ist ein prism-Chip verbaut für den es Linux-Unterstützung gibt.
Unter Debian Etch muß man zur Inbetriebnahme einige zusätzliche Pakete installieren. Da die WLan Treiber proprietäre Teile verwenden, werden die Pakete nur im non-free Zweig angeboten, die bei einer Standardinstallation aber aptitude noch nicht bekannt sind. Deswegen muss zuerst die datei /etc/apt/sources.list angepasst werden. Dazu müssen alle Adressen mit Debian-Server, bei denen nur main vorkommt durch main contrib non-free ersetzt werden.
Mit aptitude update aktualisiert man die Paketlisten.
Jetzt kann es mit dem installieren der Pakete losgehen. Mit aptitude install module-assistant buil-essential madwifi-source werden die benötigten Pakete installiert. Anschließend kan der passende treiber kompiliert werden. Auch hierfür macht sich aptitude am besten, da die kompilierten Pakete dadurch auch wieder deinstallierbar sind. Allerdings nutzt man dafür nicht aptitude direkt, sondern das Programm module-assistant. Mittels module-assistant prepare macht sich das programm über den verwendeten kernel schlau und installiert die eventuell fehlenden Kernel-Header nach. Danach kann mit module-assistant auto-install madwifi-source der Treiber gebaut und installiert werden.
So, fast geschafft. Jetzt muss nur noch in /etc/network/interfaces ein paar Oprionen gesetzt werden.
#Hotplug
allow-hotplug ath0
iface ath0 inet dhcp
wpa-driver madwifi
wpa-ssid "NamedesWLans"
wpa-key-mgmt WPA-PSK
wpa-passphrase "SupergeheimesPasswort"
Jetzt kann mit ifup ath0 die Netzwerkkarte gestartet und mit dem WLan verbunden werden. Bei mir kam es dabei zu einem Fehler, dass das Interface schon aktiv sei. Nachdem ich mit ifdown ath0 das angeblich aktive Interface deaktiviert hatte, konnte ich es problemlos mit ifup ath0 starten und war danach endlich drahtlos online.
Nach einem Neustart des systems wird übrigens die Karte automatisch aktiviert, so das man ab sofort keine Befehle mehr eintippen braucht.